“The Pipe” – Trinkwasser & innovatives Design, anstatt Dürre in Kalifornien

Posted on 24. November 2016

“The Pipe” könnte dank ausgeklügelter Technik bis zu 4,5 Milliarden Liter Trinkwasser liefern. Funktionieren soll das durch ein elektromagnetisches Feld.

Seit 2011 leidet der US-Bundesstaat Kalifornien unter einer gravierenden Trockenphase.

Ein Lösungsvorschlag, um dieser Dürre entgegenzuwirken, kommt vom kanadischen Ingenieurskollektiv Khalili and Associates. Mit „The Pipe“ geht das in Vancouver ansässige Unternehmen neue Wege und kombiniert verschiedene Techniken miteinander. In der Bucht vor Santa Monica soll das kunstvolle „Rohr“ mit Photovoltaik-Panels eine angeschlossene, elektromagnetische Entsalzungsanlage betreiben.

Die Anlage erklärt das Team in seiner Projektbeschreibung so: „97 Prozent des Salzwassers sind pures Wasser und nur drei Prozent sind gelöste Feststoffe. Alle gelösten Stoffe werden im Wasser ionisiert und können deshalb mit Elektromagnetismus kontrolliert werden.“

Elektromagnetische Filterung nutze ein isoliertes elektromagnetisches Feld, das auf die Leitungen wirke und damit Salz und Unreinheiten vom Wasser trenne. „Der Prozess ist schnell und energieeffizient“, heißt es.

Oben Solaranlage, unten Heilbad

Während das neugenerierte Trinkwasser in den Kreislauf der Stadt eingespeist wird, landet die Sole mit 12 Prozent Salzgehalt in dem Becken im Inneren der Röhrenkonstruktion – und soll als Heilbad genutzt werden.

Die Röhre aus quadratischen Solarpanels soll laut den Verantwortlichen bis zu 10.000 Megawattstunden pro Jahr liefern und 4,5 Milliarden Liter Trinkwasser generieren: „Was herauskommt, sind zwei Produkte: pures, trinkbares Wasser, das in den Haupt-Wasserkreislauf der Stadt geleitet wird, und klares Wasser mit 12 Prozent Salzgehalt“, so die Erfinder.

Der Entwurf ist ein Beitrag zur diesjährigen „Land Art Generator Initiative“ (LAGI): Der Designwettbewerb sammelt innovative und kunstvolle Ideen für eine nachhaltige Energie-Infrastruktur.

Gerade im Süden Kaliforniens, wo Santa Monica liegt, herrscht nach wie vor eine „außergewöhnliche Dürre“. Es sollen Anreize geschaffen werden, Kunstprojekte und erneuerbare Energien zu verbinden.

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